Himmelhochjauchzend – zu Tode betrübt

Frühlingsgefühle lagen in der Luft, als am Sonntag, 1. März 2026, rund 400 Menschen für ein ganz besonderes Konzert in die St. Agatha-Kirche strömten. Das Collegium Vocale unter der Leitung von Britta Gläser und die „Capella pizziarco“ unter der Leitung von Frank Wittstock nahmen die Zuhörerinnen mit auf eine Reise in alle Gefilde der Seelenlandschaft: Liebeskummer und Lebenslust, Einsamkeit und Glück und überhaupt die vielfältigen und vielschichtigen Gefühle, die den Menschen eigen sind, wurden musikalisch und poetisch zum Ausdruck gebracht und „mitfühlbar“ gemacht.  Die Überschrift für das Konzert brachte es auf den Punkt: „Himmelhochjauchzend – zu Tode betrübt: Die Seele im Ausnahmezustand“.

Die Leiterin der Telefonseelsorge Christiane Knobling wies auf Unterstützungsangebote für Situationen hin, in denen belastende Gefühle einfach zu mächtig zu werden scheinen, und stellte die Arbeit von Telefonseelsorge und Krisendienst sowie weiterer Beratungsstellen vor. Gerahmt wurde das Konzert durch zwei Stücke, die um Frieden bitten: „Da pacem Domine“ von Arvo Pärt und „Dona nobis pacem“ von J.S. Bach. Das war gerade in diesen Tagen ein eindringlicher Appell und Ausdruck der Sehnsucht nach Frieden, in unserer eigenen mitunter turbulenten Gefühlswelt, aber auch in der Welt.

(b: Ursula Silber / f: Peter Sauer)